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Ob im Büro, in der Schule oder zu Hause – im Alltag des modernen Menschen kommt es fast überall zu ähnlichen Situationen: Die Liste der anstehenden und zu bearbeitenden Aufgaben wird immer länger, während die Konzentration und Leistungsfähigkeit im gleichen Umfang abzunehmen scheint. Es fällt leichter, sich auf das wachsende Gefühl an Hilflosigkeit und Überforderung angesichts der Aufgaben zu konzentrieren als auf einzelne Aufgaben. Aber was hilft es, die Arbeit erledigt sich nicht von alleine!

Sie können lernen, mit dem Stress umzugehen, ohne Ihre Lebensfreude, Ihre Leistungsfähigkeit und Ihr Konzentrationsvermögen zu opfern. Ein harmonisches Umfeld, frische Luft, ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf sind gute Voraussetzungen dafür. Aber oft reicht das eben nicht aus. Wenn Ihre Belastbarkeit an Grenzen stößt und ein Gefühl von Überforderung, Unlust und Erschöpfung Sie zu überwältigen droht, helfen Konzentrationsübungen. 

Übungen zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit bringen Ihren Energiefluss wieder so richtig in Schwung. Sie lösen die Anspannung und Verspannungen, beleben den Kreislauf und fördern die Durchblutung. Ärger und Stress können abgeschüttelt werden, neue Kraft und Energie werden gewonnen. Regelmäßig durchgeführt, können diese Übungen Konzentrationsstörungen vorbeugen.

Über-Kreuz-Übungen

Sie fördern das Zusammenspiel der beiden Hirnhälften, erhöhen die Aufnahmefähigkeit und das Leistungsvermögen. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie bei diesen Übungen anfangs nachdenken müssen, während Sie sie ausführen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Zusammenspiel Ihrer linken und rechten Hirnhälfte stressbedingt blockiert ist. Sie werden sehen, dass Sie die Bewegungsabläufe schnell automatisieren können, ein Zeichen dafür, dass die Blockade gelöst wurde. Wenn Sie die Übungen dann weiter regelmäßig ausführen, können Sie künftige Blockaden vermeiden.

1. Über-Kreuz-Übung

Stellen Sie sich aufrecht hin. Heben Sie Ihr rechtes Knie und berühren Sie mit Ihrem linken Ellenbogen dieses Knie. Dabei schwingt der rechte Arm nach hinten. Dann stellen Sie sich wieder aufrecht hin. Anschließend heben Sie Ihr linkes Knie und berühren es mit dem rechten Ellenbogen. Wiederholen Sie diese Übung mehrmals in Ihrem eigenen Tempo.

2. Über-Kreuz-Übung

Versuchen Sie nun mit Ihrer linken Hand hinter Ihrem Rücken Ihre rechte Fußsohle zu berühren und umgekehrt. Ihrer Phanthasie sind bei diesen Über-Kreuz-Übungen keine Grenzen gesetzt. Sie können die Übungen beliebig abwandeln. Das bringt Abwechslung und zusätzlichen Spaß - und genau das hilft gegen Stress und Ärger. Wichtig ist es die Mitte zu kreuzen und die Bewegungen der rechten und linken Körperhälfte zu koordinieren.

Unauffällige Über-Kreuz-Übungen für überall zwischendurch

Und was ist, wenn die Konzentration beim Autofahren oder in einer Besprechung plötzlich nachlässt? Manchmal erlauben die Umstände es nicht, dass man aufgrund seines Leistungsabfalls aufsteht und anfängt zu turnen. Aber auch für diese Situationen gibt es hilfreiche Übungen:

1. Reiben Sie Ihr Ohr

Reiben Sie mit der linken Hand Ihr rechtes Ohr und gleichzeitig oder im Anschluss mit Ihrer rechten Hand Ihr linkes Ohr.

2. Die liegende Acht

Folgen Sie mit den Augen der Linie einer liegenden Acht. Beginnen Sie in der Mitte und folgen Sie der Linie nach links oben. Diese Übung ist auch hervorragend geeignet, um das Erinnerungsvermögen zu stärken und sollte zu jedem Übungsprogramm gehören.

3. Kreuzen Sie Arme, Finger oder Füße

Kreuzen Sie Ihre Finger, Ihre Arme oder Ihre Füße abwechselnd. Auch diese Übung ist unauffällig und bringt das Zusammenspiel der Hirnhälften wieder in Schwung.

Massagepunkte

Zur Aktivierung der Lebenskraft und Körperenergie eignet sich hervorragend die Massage der folgenden Akkupunkturpunte:

1. Ohrmassage

Fassen Sie Ihre Ohren mit je einer Hand zwischen Daumen und Zeigefinger an den eingerollten Rändern und ziehen Sie diese nach außen. Sodann wird das Ohr in Richtung Ohrspitze massiert. Anschließend greifen Sie das Ohr etwas tiefer zwischen Daumen und Zeigefinger und massieren erneut nach oben zur Ohrspitze. Wiederholen Sie die Massage bis das ganze Ohr von Ohrläppchen bis Ohrspitze durchgeknetet ist. Das Ohr ist jetzt warm und rot. Im Ohr befinden sich ca. 200 Akkupunkturpunkte. Durch die Massage stimulieren Sie Ihre gesamte Körperenergie.

2. Massage der Akkupunkturpunkte am Schlüsselbein

Ungefähr 2 cm rechts und links vom Brustbein, unterhalb vom Schlüsselbein befinden sich zwei Akkupunkturpunkte (gelbePunkte auf dem Foto links), deren Massage den Abbau von Stress und Ängsten fördert. Reiben Sie diese Punkte mit Daumen und Zeigefinger einer Hand und legen Sie derweil die andere Hand auf Ihren Bauch.

3. Thymusdrüse klopfen

Die Thymusdrüse befindet sich hinter dem Brustbein. Sie produziert die T-Lymphozyten für die körpereigene Abwehr von Infektionen und steuert den Energiestrom im Körper. Stress, emotionale Unausgeglichenheit, Angst und Streit schwächen die Thymusdrüse. Klopfen Sie locker mit einer Faust im Kreis gegen den Uhrzeigersinn die Mitte Ihres Brustkorbs ca. 10 bis 12 Mal (gelber Bereich auf dem Foto rechts). Summen Sie, falls möglich, dazu. Sie werden spüren, wie Ihre Energie erwacht und ein Gefühl von Entspannung aufkommt. Es ist äußerst hilfreich diese Übungen, die die Konzentrationsfähigkeit steigern, zu verbinden mit Übungen, die den Kreislauf beleben und Sie wieder in Schwung bringen. Diese Muntermacher finden Sie hier.

Kleine Muntermacher

Diese Übungen fördern die Durchblutung und bringen Sie wieder so richtig in Schwung.

1. Waden dehnen

Stützen Sie sich mit beiden Händen auf Ihre Schreibtischplatte. Winkeln Sie ein Bein an, strecken Sie das andere gerade nach hinten aus. Versuchen Sie nun ein paar Mal Ihre Ferse zum Boden zu drücken, soweit es keine Schmerzen verursacht. Wechseln Sie die Beine ab. Diese Übung fördert die Durchblutung und wirkt belebend.

2. Arme schwingen

Strecken Sie Ihre Arme im Stehen nach vorn aus und lassen Sie sie dann nach hinten schwingen und wieder nach vorn. Bitte beachten Sie, dass die Arme einen Halbkreis beschreiben. Die Übung wirkt belebend und lockert den Schultergürtel.

3. Arme kreisen

Nun kreisen Sie Arme im Stehen. Bleiben Sie dabei locker in den Knien. Diese Übung fördert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung aller Organe.

Quellen: Cocomore AG, Frankfurt am Main; AFP - Agence France-Press GmbH, Berlin; Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, München – Jena; transparent GmbH, Berlin

93 Prozent aller Jugendlichen leiden nach einer Infratest-Umfrage in der Pubertät unter einer Akne. Das Positive: Akne kann heutzutage gut beherrscht bzw. geheilt werden. Der Erfolg einer Behandlung hängt jedoch in hohem Maße davon ab, wie motiviert der Einzelne ist.

Was ist Akne?

Akne tritt häufiger bei männlichen als bei weiblichen Teenagern auf. Warum? In der Pubertät werden vermehrt männliche Geschlechtshormone gebildet - bei Jungen aber auch bei Mädchen. Die männlichen Hormone bewirken eine übermäßige Talgproduktion sowie ein schnelleres Wachstum der Hornzellen in den Talgdrüsen der Haut. Akne (Acne vulgaris) ist also eine Erkrankung der Talgdrüsen. Jede Talgdrüse hat einen Ausführungsgang, der an der Hautoberfläche mündet und durch den der Talg abfliessen kann. Im oberen Teil des Ausführungsganges sitzen außerdem hornbildende Zellen - so genannte Korneozyten. Durch eine stärkere Talgdrüsenproduktion, gekoppelt mit einer Verhornungsstörung können die Talgdrüsenöffnungen während der Hormonumstellung verstopfen - es entstehen die ungeliebten Mitesser (Komedonen). In einem weiteren Schritt kann es durch das aufgestaute Talgdrüsensekret - das einen idealen Nährboden für Bakterien bildet - zu Entzündungen der Talgdrüsen kommen. Dann entstehen entzündlich gerötete Knötchen (Pickel) oder große gerötete, schmerzhafte Knoten (Pusteln). Motor der Entzündungen sind im wesentlichen Propioni- und Staphylokokkenbakterien.

Mitesser, Pickel, Vernarbungen

Man unterscheidet zwischen offenen Mitessern (Blackhead), geschlossenen Mitessern (Whitehead) sowie Aknepickeln (entzündete Mitesser). Außerdem trennt man zwischen der leichten, oberflächlichen Akne und der schwereren, tiefen Akne mit tief unter der Haut liegenden entzündeten Knoten (Acne conglobata). Diese Form der Akne ist durch lokal aufzutragende Mittel gewöhnlich nicht mehr zu behandeln. Die tiefe Akne führt oft zur Narbenbildung, während die oberflächliche Akne nur durch falsche Behandlung z. B. "Herumdrücken" zu Narben führt. Sehr oft entsteht die Akne während der Pubertät, es gibt jedoch auch Aknepatienten, die 25 oder 30 Jahre alt sind. Betroffene Hautstellen sind vor allem Gesicht, Brust, Rücken oder Schultern, da sich an diesen Stellen sehr viele Talgdrüsen befinden.

Folgende Faktoren spielen eine Rolle

  • Veranlagung zu Akne, die von Vater und Mutter an die Kinder weitergeben wird.
  • Hormonumstellung vor allem während der Pubertät, manchmal auch während der Periode oder der Schwangerschaft.
  • Stark fetthaltige Kosmetik, die die Haut zur Bildung von Mitessern reizt.
  • Bestimmte Arzneimittel wie Cortison (Steroidakne).
  • Langandauernde Anwendung von Kosmetika, Sonnenschutzmittel oder Umweltgiften, wie z. B. Chemikalien (Chlorakne).

Es gibt keine Aknediät!

Früher hat man gedacht, dass die Ernährung die Entstehung einer Akne begünstigen kann. Kontrollierte Studien haben diese Meinung inzwischen widerlegt. Wenn sich jedoch nach Genuss bestimmter Nahrungsmittel die Akne verschlimmert, sollte man zukünftig darauf verzichten.

Was kann man tun?

  • Spezielle Akne-Kosmetik verwenden. Die Hautreinigung und Pflege mit Produkten speziell für zur Akne neigende Haut ist ein wesentlicher Schritt.
  • Ganz wichtig: Nicht an der Haut herumdrücken, da sich dadurch die Entzündung nur verschlimmert und überdies unschöne Narben entstehen können. In der geschädigten Haut können sich außerdem Krankheitserreger leichter ausbreiten.
  • Die Haut mindestens einmal täglich mit den entsprechenden Produkten waschen.
  • Mitesser können mit Heißwasserkompressen aufgeweicht und anschließend vorsichtig mit einem Komedonenquetscher geöffnet werden.
  • Auftragen antimikrobieller Cremes oder Gels z. B. mit Benzoylperoxid. Der Wirkstoff wirkt gegen die Bakterien, die für die Entstehung der Akne mitverantwortlich sind.
  • Bei entzündeter Haut helfen beruhigende Kompressen oder Masken mit Kamille oder Heilerde.

Die regelmäßige Behandlung mit wirksamen Mittel mildert die Schwere der Erkrankung und verhindert die Entstehung bleibender Narben. Gerade Akne geht nicht von heute auf morgen vorbei, aber – wer seine Akne regelmäßig behandelt wird am Ende erfolgreich sein!

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn die Akne sehr schwer ist, bei starken Entzündungen und Vereiterungen oder wenn sich nach der Behandlung keine Besserung einstellt, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt kann mit Antibiotika wie z. B. Erythromycin, Clindamycin, Tetrazyklin oder Doxycyclin, Azelainsäure, Retinoiden oder Wirkstoffkombinationen auch eine schwere Akne gut behandeln.

Vom Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit, Erschöpfung und Frustration anstelle des früheren Enthusiasmus, Gefühle von Überdruss und Gleichgültigkeit, körperliche Erschöpfung und Vereinsamung – rund 300.000 Deutsche leiden am Burnout-Syndrom.

Längst sind es nicht mehr nur Manager und Menschen in Pflegeberufen, die innerlich ausgebrannt sind. Auch Büroangestellte, Angehörige von Erkrankten, Mütter und sogar schon Schüler klagen über die typischen Symptome. Schon kleinste Anstrengungen werden zum Kraftakt, sich zu Aktivitäten wie Sport oder Kinobesuchen aufzuraffen, erscheint schier unmöglich, echte Erholung in weiter Ferne. Oft trifft es gerade diejenigen, die einmal besonders engagiert waren und die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt haben: "Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich all diese Anforderungen nicht mehr bewältigen konnte" – so Sven Hannawald, der wohl berühmteste "Ausgebrannte", in seinem aktuellen Interview mit dem stern. Die Betroffenen suchen häufig erst dann Hilfe, wenn sich körperliche Symptome zeigen. An erster Stelle stehen hier psychosomatische Erkrankungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen oder Bandscheibenprobleme. In der Regel von keinem organischen Befund gestützt lauten die Diagnosen "nervöser Erschöpfungszustand", "depressive Verstimmung" oder "unklares Müdigkeitssyndrom".

Wissenschaftler warnen vor Burnout

In 90 Prozent aller Betriebe sind seit dem Jahr 2000 die psychischen Belastungen der Beschäftigten gestiegen. Rund ein Drittel melden vermehrte körperliche Belastungen. Das zeigt eine Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung unter mehreren Tausend Betriebs- und Personalräten. Gründe für den wachsenden Stress im Job: Stellenabbau, Arbeitsverdichtung, Zeitknappheit, steigende individuelle Verantwortung der Beschäftigten sowie schlechtes Führungsverhalten.

Ermitteln Sie Ihr Burnout-Risiko

  1. Fühlen Sie sich schon länger als 6 Monate total erschöpft?
  2. Fehlt Ihnen oft die Energie für die einfachsten Aufgaben des täglichen Lebens?
  3. Brauchen Sie immer länger, um sich zu erholen?
  4. Fühlen Sie sich schon beim Aufstehen erschöpft?
  5. Leiden Sie unter Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit?
  6. Haben Sie den Spaß an den meisten Dingen verloren?
  7. Haben Sie das Gefühl, mit immer mehr Energie immer weniger zu erreichen?
  8. Ziehen Sie sich vermehrt von Ihren Mitmenschen zurück?

Wenn Sie 5 oder mehr Fragen mit "ja" beantwortet haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Erste Hilfe bei Burnout

Zuerst einmal dafür sorgen, dass es dem Körper gut geht: Ausreichend schlafen, gesund essen, viel bewegen und sich Zeit für die Körperpflege nehmen. Regelmäßig kleinere Pausen einlegen und bewusst Zeiten ohne Anstrengung einplanen. "Nein"-Sagen lernen und Aufgaben delegieren, nicht alles perfekt machen wollen. Eine ambulante oder auch stationäre psychotherapeutische Behandlung zeigt Wege aus der Krise auf, ist allerdings gerade für Mütter und Väter mit betreuungspflichtigen Kindern im Alltag schwierig zu realisieren. Im Rahmen einer Mutter- oder auch Vater-Kind-Kur werden die Kinder mitbetreut bzw. – bei entsprechendem Bedarf – mitbehandelt. Drei Wochen Auszeit, um neue Kraft zu schöpfen und Hilfe zu finden beim angemessenen Umgang mit Stressoren. Damit der nächste Burnout nicht schon vorprogrammiert ist.

Arzneimittel können nur dann richtig wirken, wenn sie korrekt angewendet werden. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie deshalb einige wichtige Regeln zum richtigen Umgang mit Arzneimitteln beachten – und die wichtigsten Mittel in ihrer Hausapotheke vorrätig haben.

Das 8 Punkte Programm für Medikamente in der Hausapotheke

Der Umgang mit Medikamenten verlangt sehr viel Sorgfalt. In Abwandlung der so genannten "8-R-Regel", die in der Pflege älterer und kranker Menschen angewandt wird, kann diese Regel bei der richtigen Handhabung von Arzneimitteln helfen.

1. Richtige Person

Nehmen Sie niemals Arzneimittel ein, die der Arzt jemand anderem verordnet hat, auch wenn sie demjenigen noch so gut geholfen haben. Überreste von Arzneimitteln am besten gar nicht mehr aufbewahren. Dies gilt insbesondere für Antibiotika. Treten Nebenwirkungen auf oder verschlechtert sich das Krankheitsbild, sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

2. Richtiges Medikament

Lesen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels sorgfältig die Packungsbeilage, vor allem die Punkte Anwendungsgebiet und Gegenanzeigen (darf ich das Arzneimittel überhaupt einnehmen?). Fragen Sie gegebenenfalls Ihren Arzt oder Ihre Apotheke nach Wechselwirkungen, wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel einnehmen. Die Wirkungen können sich unter Umständen gegenseitig beeinflussen - entweder abschwächen oder verstärken.

3. Richtige Dosis

Befolgen Sie exakt die Dosierungsanleitung. Die Dosis darf nicht eigenmächtig erhöht (viel hilft nicht immer viel!) oder gesenkt werden. Halten Sie außerdem die vorgeschriebenen Einnahmeintervalle ein. Dies gilt sowohl für Medikamente im Dauergebrauch als auch für eine Akutbehandlung.

4. Richtige Verabreichungsart/-stelle

Arzneimittel sollten nach Vorschrift des Arztes bzw. nach der Anleitung im Beipackzettel eingenommen bzw. an der vorgegebenen Stelle appliziert werden.

5. Richtiger Zeitpunkt

Die vorgesehene Behandlungsdauer ist unbedingt einzuhalten - auch dann, wenn die Beschwerden mittlerweile nachgelassen haben. So müssen Antibiotika immer aufgebraucht werden, damit es nicht zu so genannten Resistenzbildungen kommt. Antibiotikaresist bedeutet, dass das Medikament bei der nächsten Einnahme nicht mehr gegen den Erreger wirkt, da dieser gegen den Wirkstoff sozusagen "immun" ist. Halten die Beschwerden trotz medikamentöser Behandlung an, suchen Sie Ihren Arzt auf. Nur er kann entscheiden, ob vielleicht eine andere Form der Behandlung notwendig oder sinnvoll ist.

6. Richtige Anwendungsdauer

Arzneimittel nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr einnehmen. Augentropfen dürfen nur 6 Wochen nach Öffnen des Fläschchens angewandt werden. Wichtig ist auch, das Alter der Verbandsmaterialien und Medikamente Ihrer Hausapotheke regelmäßig zu überprüfen und Abgelaufenes gegen Neues zu ersetzen. Rostige Scheren oder Binden, die verschmutzt sind, sollten ausgetauscht werden. Das gleiche gilt für eingetrocknete Salben und für Flüssigkeiten, die ausflocken.

7. Richtige Aufbewahrung

Bewahren Sie die Packungsbeilage zusammen mit dem Arzneimittel während der gesamten Behandlungsdauer in der Originalverpackung auf. Arzneimittel, von denen der Beipackzettel fehlt und die sich nicht mehr identifizieren lassen, sollten konsequent entsorgt werden. Grundsätzlich gilt: Arzneimittel immer kühl und trocken lagern; sie sind im Schlafzimmer besser aufgehoben als im Bad. Die Hausapotheke sollte abschließbar sein - und abgeschlossen sein, damit Kinder nicht an die Medikamente gelangen können.

8. Richtige Entsorgung

Medikamente nicht im Hausmüll entsorgen. Am besten die abgelaufenen oder nicht mehr benötigten Arzneimittel in der Apotheke abgeben.

Die "Top Ten" der Hausapotheke

  1. Erkältungsmittel: Hustensaft, Nasenspray, Halsschmerztabletten, Erkältungsöl
  2. Fieberthermometer
  3. Schmerzmittel, z. B. gegen akute Kopf-, Zahn- oder Gelenkschmerzen
  4. Vitamintabletten, Immunstimulanzien
  5. Magen-Darm-Mittel: gegen Übelkeit, Magenbeschwerden, Durchfall, Verstopfung
  6. Pflanzliche Beruhigungsmittel gegen Nervosität und Schlafstörungen
  7. Verbandsmaterial (inklusive Schere, Desinfektionsmittel und Sprühpflaster)
  8. Sportsalbe
  9. Kühlendes Gel gegen Verbrennungen und Juckreiz bei Insektenstichen
  10. Alle Mittel, die Ihnen Ihr Arzt zur regelmäßigen Einnahme verordnet hat, z. B. Cholesterinsenker, Blutdrucksenker etc.

Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf, Struma)

Beim Kropf handelt es sich um eine Vergrößerung der Schilddrüse. Diese kann entweder diffus (nicht klar umgrenzt) oder durch Knoten bedingt sein. Die Schilddrüsenfunktion ist in den meisten Fällen normal. Diese Krankheit wird dann als euthyreote Knotenstruma bezeichnet. Die Kombination eines Kropfes mit einerSchilddrüsenunter- oder Schilddrüsenüberfunktion kann jedoch auch vorkommen.

Welche Formen der euthyreoten Struma gibt es?

Struma diffusa

Die Schilddrüsenvergrößerung kann die gesamte Schilddrüse gleichmäßig betreffen. Das Schilddrüsenvolumen, das mittels Ultraschall gemessen werden kann, beträgt dann bei erwachsenen Männern mehr als 25 ml und bei erwachsenen Frauen mehr als 18 ml. Man spricht von einer diffusen Schilddrüsenvergrößerung oder einer Struma diffusa.

Struma nodosa

Diese Form der Schilddrüsenvergrößerung tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Einzelne oder mehrere in der Schilddrüse gelegene Knoten sind tastbar oder bei entsprechender Größe auch sichtbar. Die Knoten können vermehrt Schilddrüsenhormon produzieren (sog. "heiße Knoten") oder ungefähr gleichviel Hormonproduktion wie das restliche Schilddrüsengewebe übernehmen ("warme Knoten"). In "kalten Knoten" hingegen wird nahezu kein Schilddrüsenhormon produziert.

Ursachen der Struma

Der ernährungsbedingte Jodmangel ist die mengenmäßig häufigste Ursache für das Entstehen eines Kropfes. Wenn in Jodmangelgebieten die Kropfhäufigkeit 10% der Gesamtbevölkerung übersteigt so spricht man von einer endemischen Struma. Da jedoch in Österreich seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts eine obligatorische Jodprophylaxe durch Jodierung des Speisesalzes durchgeführt wird, sind die Jodmangelstrumen hier heute eine Seltenheit. 

Andere Gründe für ein Kropfwachstum sind sehr selten vorkommende Schilddrüsenhormonsynthese-Störungen, Behandlung mit kropfbildenden Substanzen, die mit der Schilddrüsenhormonbildung in Wechselwirkung treten (Thyreostatika) oder bösartiges Wachstum.

Welche Symptome können bei einem Kropf auftreten?

Ein Kropf verursacht häufig keine oder nur geringe Beschwerden. Es können jedoch an der entsprechenden Stelle am Hals Symptome wie Engegefühl, Atemnot, Schluckbeschwerden oder Heiserkeit auftreten. Besteht zusätzlich noch eine Schilddrüsenfunktionsstörung so können noch die Beschwerden einer Unter- (Hypothyreose) oder einer Überfunktion (Hyperthyreose) bestehen.

Was kann man selbst tun?

Um die Entstehung eines Kropfes zu verhindern ist es wichtig darauf zu achten, dass mit der Nahrung ausreichend Jod aufgenommen wird. Verwenden sie jodiertes Speisesalz mit einer Jodzugabe von 20mg Kaliumjodid pro Kilo Speisesalz. In Lebensabschnitten mit erhöhtem Jodbedarf - wie etwa der Schwangerschaft oder der Stillzeit - sollten sie zusätzlich noch regelmäßig Gerichte mit vermehrtem Jodgehalt wie etwa Meeresfisch oder jodhältiges Mineralwasser zu sich nehmen. Haben sie einen Knoten am Hals entdeckt oder leiden sie unter den oben beschriebenen Beschwerden, sollten sie möglichst rasch ihren Arzt aufsuchen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Zur Abklärung eines Kropfes muss nach einer körperlichen Untersuchung eine Blutabnahme zur Schilddrüsenfunktionsbestimmung, eine Szintigraphie und eineUltraschalluntersuchung der Schilddrüse durchgeführt werden. Bei der Szintigraphie kann festgestellt werden ob es sich um einen "heißen Knoten" mit vermehrter oder um einen "kalten Knoten" mit fehlender Hormonproduktion handelt. Nach Vorliegen dieser Ergebnisse kann entschieden werden, ob zusätzlich eine Punktion des Knotens erforderlich ist. Durch Verwenden einer ganz dünnen Nadel ist diese Untersuchung kaum schmerzhaft und mit einer Blutabnahme vergleichbar. Die so erhaltenen Zellen werden unter dem Mikroskop beurteilt. So kann in den meisten Fällen eine Unterscheidung zwischen harmlosen (gutartigen) und möglicherweise bösartigen Knoten durchgeführt werden.

Wie kann ein Kropf behandelt werden?

Besteht der Verdacht auf bösartige Veränderungen oder ist der Kropf so groß, dass die Luftröhre eingeengt wird oder der Blutrückfluss zum Herzen behindert ist, so muss die Struma operiert werden. Nach der Operation ist es meist erforderlich Schilddrüsenhormonpräparate einzunehmen, um die Gefahr eines neuerlichen Strumawachstums zu minimieren. Bei normaler oder erniedrigter Schilddrüsenfunktion und fehlenden Hinweisen auf Bösartigkeit kann eine medikamentöse Therapie mit Schilddrüsenhormonen eingeleitet werden. Eine zusätzlich vorhandene Schilddrüsenüberfunktion muss mittels Thyreostatika, Radiojodtherapie oder Operation behandelt werden. Welche dieser drei Therapieformen die beste ist, muss bei jedem Patienten individuell nach Vorliegen aller Untersuchungsergebnisse entschieden werden.

Autor: OA Dr. Wolfgang Buchinger

In wenigen großen und unendlich vielen kleinen Arterien und Venen fließt das Blut durch unseren Körper – insgesamt 6 Liter Blut werden so ständig vom Herzen bewegt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache – denn Arterienverkalkung und Bluthochdruck setzen den Gefäßen zu.

Aufbau und Funktion

Das Herz pumpt das mit Sauerstoff angereicherte Blut mit kräftigem Druck in die entferntesten Körperregionen. Dabei fließt das Blut durch die Aorta in andere große Arterien, die sich in kleinere und kleinste Arterien aufteilen. Diese kleinsten Arterien enden schließlich in den Organen, wo die Blutbestandteile ihre Aufgabe erfüllen: Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen oder Abwehr von Krankheitserregern. Der Rücktransport des Blutes in Richtung Herz geschieht in anderen Gefäßen, den Venen. Während Arterien wegen des starken Blutdrucks eine relativ dicke, elastische Wand haben, sind Venen nur von einer dünnen Wand umhüllt und haben türähnliche Klappen. Das Blut wird durch die Bewegung der Muskeln, die sich in der Nähe befinden, in den Venen Richtung Herz gedrückt – der Rückfluss wird durch die Klappen verhindert. Bei Menschen, die sich wenig bewegen, fließt das Blut nur langsam von den Beinen ins Herz zurück – so entstehen leicht Krampfadern.

Blut stellt die wichtigste Körperflüssigkeit dar, doch daneben gibt es noch die Lymphflüssigkeit, die in feinsten Lymphbahnen durch das Gewebe fließt und Abbauprodukte des Stoffwechsels und Abwehrzellen transportiert. Die Bedeutung dieses weniger bekannten Flüssigkeitstranports wird meist erst im Erkrankungsfall bemerkt – wie beim Lymphödem.

Beschwerden

In den Arterien kann eine Verengung bis hin zum kompletten Verschluss oder eine Blutung auftreten. Verengte Gefäße bedeuten Durchblutungsstörung (Ischämie) mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen für die Organe – Schmerzen, Blässe und Schwäche sind die Folgen. Am Herzen entsteht so die KHK, im Gehirn der Schlaganfall und an den Beinen die artielle Verschlusskrankheit.

Typische Venenbeschwerden sind Besenreiser und Krampfadern.

Wenn der Blutfluss zu langsam wird, können sich Gerinnsel bilden – so entsteht eine Thrombose. Auch Thrombosen sind Venenerkrankungen, eher selten treten sie auch in einer verkalkten und verengten Arterie auf.

Darüber hinaus führen Abweichungen des Blutdrucks vom Normbereich zu Beschwerden: zu niedriger Blutdruck kann Schwindelgefühl oder einen Kreislaufkollaps verursachen, zu hoher Blutdruck hingegen Herzklopfen, Schweißausbrüche oder auch Nasenbluten – und ist langfristig Nährboden für Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Nierenversagen.

Erkrankungen

Zu hoher Blutdruck oder eine ungesunde Veränderung der Blutbestandteile mit zuviel Blutzucker, hohen Blutfetten und Cholesterin oder zu wenig Homocystein führen auf Dauer zur Arterienverkalkung – das ist meist der Grund für eine Arterienverengung. Aber auch ein Blutgerinnsel kann die Blutbahn verstopfen. Verengte Arterien führen zu einer Sauerstoffminderversorgung (Ischämie) und schlimmstenfalls zum Absterben (Infarkt) von Organen.

So zeigt sich eine Ischämie der Beine in der Schaufensterkrankheit, eine Ischämie des Herzens (KHK) in einem Angina-pectoris Anfall.

Ein besonderes Problem stellt der Schlafanfall dar, der durch eine Ischämie im Gehirn ausgelöst wird. Dafür ist meist ein Arterienverschluss verantwortlich, seltener eine Hirnblutung. Ein Schlaganfall kann sich durch Kribbeln oder Taubheit in Armen oder Beinen ankündigen, Lähmungen, Sprach- und Sehschwierigkeiten folgen.

Zu hoher Blutdruck führt auf Dauer zu einer massiven Beeinträchtigung der Gefäße und hat schwerwiegende Folgen wie Herzinsuffizienz, hypertone Retinopathie oder ein chronisches Nierenversagen.

Ein wichtiger Risikofaktor für Bluthochdruck und Arteriosklerose stellt Diabetes mellitus dar. Bereits während der Vorstufe Insulinresistenz werden die Gefäße durch den hohen Blutzucker geschädigt. Daneben spielt auch der Risikofaktor Übergewicht - eine wichtige Rolle bei der Gefäßschädigung.

Zu einem Aorteneurysma kommt es meist dann, wenn die Wand der Aorta durch Verkalkung so geschädigt ist, dass eine Aussackung entstehen kann.

Venenerkrankungen reichen von kosmetisch unschönen Besenreisern bis zu einem offenen Bein – je nachdem wie stark die Venen und Venenklappen geschädigt sind.

Wenn der Abfluss der Lymphbahnen gestört wird – bei Verletzung, Bestrahlung (z.B. im Rahmen einer Krebsbehandlung) oder durch Druck auf die Lymphbahnen (z.B. durch enge Kleidung oder einen Tumor) – kommt es zu einer Schwellung des betreffenden Körperteils, dem Lymphödem.

Quelle: gesundheit.de

Studie betont Risiko von Entzündungen der Atemwege - Schnarcher sind einer neuen Studie zufolge anfälliger für chronische Bronchitis als Leiseschläfer.

Menschen, die sechs oder sieben Mal in der Woche schnarchen, haben eine 68 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit an chronischer Bronchitis zu erkranken als ihre nicht schnarchenden Zeitgenossen, wie eine Studie von Wissenschaftlern der südkoreanischen Universitätsklinik Ansan ergab. Auch bei jenen, die fünf Mal pro Woche oder weniger schnarchten, lag das Erkrankungsrisiko demnach noch um 25 Prozent über dem der Nicht-Schnarcher.

Den Wissenschaftlern zufolge könnten die vom Schnarchen erzeugten Vibrationen in den Atemwegen Entzündungen der oberen Luftwege hervorrufen. Allerdings müsse das Thema noch gründlicher erforscht werden, weil der genaue Zusammenhang noch nicht geklärt sei. Für die 2001 gestartete Studie wurde das Schlaf- und Schnarchverhalten von 4270 Menschen - 52 Prozent Männer und 48 Prozent Frauen - über mehrere Jahre lang untersucht.

Zunehmende Atemnot unter körperlicher Belastung – viele Betroffene halten dies für eine normale Alterserscheinung. Dabei kann dieses Symptom ein Warnsignal für eine Herzklappenerkrankung sein. Diese bleibt damit oft über Jahre unerkannt, bis schließlich unwiderrufliche Schäden am Herzmuskel vorhanden sind.

Es ist ein Hohlorgan – sprich eine von Muskeln und anderem Gewebe umschlossene Höhle. Das Herz besteht aus je zwei Herzkammern (Ventrikel) und Herzvorhöfen (Atrium). Die beiden Kammern des Herzens werden über je ein Einlassventil mit Blut gefüllt und über je ein Auslassventil entleert – den insgesamt vier Herzklappen. Diese werden je nach Form in Segel- und Taschenklappen unterschieden. Die Segelklappen liegen zwischen Herzvorhöfen und Herzkammern, die Taschenklappen am Ausgang der beiden Kammern.

Aufgaben der Herzklappen:

  • Den Rückfluss des Blutes in Kammer und Vorhof verhindern
  • Die Fließrichtung des Blutes bestimmen und einen gleichmäßigen Blutfluss zu gewährleisten

Herzklappenerkrankungen

Mit zunehmendem Alter leiden immer mehr Menschen an einer Störung der Herzklappenfunktion: Durch Einengungen, Verkalkungen oder Undichtigkeiten wird der Blutstrom behindert. Bei undichten Klappen fließt nach jedem Herzschlag das Blut teilweise durch die Herzklappe zurück, bei verengten Klappen staut es sich vor der Klappe und das das Herz muss mehr pumpen. Diese zusätzliche Belastung versucht das Herz zunächst durch Kompensationsmaßnahmen zu bewältigen, z. B. durch verstärkten Muskelaufbau. Langfristig kommt es jedoch zu einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) bis hin zum Herzversagen.

Formen der Herzklappenerkrankung:

  • Klappenverengung (Stenose)
  • Klappenundichtigkeit (Insuffizienz)
  • Kombinierter Klappenfehler (Undichtigkeit und Verengung)

Herzklappenfehler werden überwiegend im Laufe des Lebens erworben. Bei der heutigen hohen Lebenserwartung stehen Klappenfehler im Vordergrund, die auf „Verschleiß“ zurückzuführen sind. Die Klappen nutzen sich im Laufe eines langen Lebens ab. Dadurch können sie sich verengen oder schlussunfähig werden. Andere Herzklappenfehler entstehen infolge einer Entzündung der Herzklappen durch akutes, rheumatisches Fieber, durch eine bakterielle Herzklappenentzündung oder als Folge einer Herzkrankheit, z. B. eines Herzinfarkts. Sie können auch im mittleren und im jungen Lebensalter auftreten. Angeborene Herzklappenfehler sind sehr selten und kommen nur bei rund 3 Prozent aller Menschen vor.

Symptome und Beschwerden

Je früher die Herzklappenerkrankung erkannt wird, desto effektiver können Therapiemethoden eingesetzt werden. Wünschenswert ist deshalb, dass Betroffene die Warnsignale als solche erkennen und nicht als banal abtun. Zwar fällt vielen Betroffen die früher oder später auf, dass sie weiniger belastbar sind als früher. Da sich die Krankheit meist nur langsam verschlechtert, kommt es nicht zu einem plötzlichen Leistungsknick, sondern die Beschwerden nehmen schleichend zu. Und das wird oft irrtümlich als normaler Vorgang des Älterwerdens verstanden. Defekte Klappen können zu einer verminderten Pumpleistung des Herzens – vor allem unter Belastung – führen. Deshalb sollte man hellhörig werden, wenn bereits beim Spazierengehen oder anderen leichten Belastungen ein verstärktes Atmen oder sogar Luftnot auftritt. Wachsam sollte man jedoch nicht nur bei Leistungseinschränkungen sein. Je nach Art des Herzklappen-Defekts kann es auch zu kurzen Ohnmachtsanfällen, Schmerzen im Brustkorb, Wasseransammlungen in den Beinen oder zu starkem Pulsanstieg unter bereits geringer Belastung kommen.

Diagnose und Therapie

Ob tatsächlich eine Klappenerkrankung für vorhandene Beschwerden verantwortlich ist, sollte man auf alle Fälle mit einem kurzen Besuch beim Arzt klären, der den Brustkorb mit einem Stethoskop nach auffälligen Geräuschen der Herzklappen abhört. Für eine exakte Diagnose sorgt eine Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie), die einen genauen Einblick in das Herz ermöglicht und ohne Röntgenstrahlen auskommt. Je nach Art und Ausprägung des Klappenfehlers stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. Bei geringergradigen Störungen werden häufig zunächst nur die Symptome medikamentös behandelt. Ist das nicht (mehr) ausreichend möglich, steht meist eine Operation an – möglichst bevor der Herzmuskel sich unwiderruflich verändert hat. Möglich sind eine Klappensprengung durch den Herzkatheter (bei Verengungen), eine Klappenrekonstruktion, bei der die Klappe repariert wird, oder ein Klappenersatz, bei der die defekte Klappe durch eine neue (aus Kunststoff, Metall, Graphit oder menschlichem bzw. tierischem Gewebe) ausgetauscht wird. Die letzen beiden Eingriffe werden in Vollnarkose durchgeführt, da der Brustkorb dafür eröffnet werden muss.

Der Arzt beurteilt, wann ein solcher Eingriff notwendig wird, um das Leistungsvermögen zu steigern und Lebenszeit zu gewinnen. Zwar bestehen Risiken, doch sind diese in der Regel durch die Erfolgsaussichten gerechtfertigt: Die Lebensqualität bessert sich deutlich, selbst eine bereits vorhandene Herzschwäche bildet sich oft zurück.

Geht es Ihnen manchmal auch so, dass Sie Harndrang verspüren, es aber nicht mehr rechtzeitig auf die nächste Toilette schaffen? Oder wachen Sie manchmal in der Nacht auf, weil Sie aufs Klo müssen und stellen fest, dass es schon zu spät ist?

Seien Sie sich sicher, Sie sind nicht allein! Schätzungsweise einer weiteren Million Österreicherinnen und Österreichern ergeht es ähnlich wie Ihnen.

Der gesunde Mensch kann bewusst bestimmen, wann er die Blase entleeren möchte. Die Entleerung funktioniert aber nur dann, wenn vier Akteure „zusammenarbeiten" und jeder dieser Akteure für sich vollkommen intakt ist: Muskeln (Beckenboden, Harnblase, Schließmuskeln), Rezeptoren, Nervenbahnen und Gehirn.

Ist die Kommunikation zwischen den Akteuren unterbrochen oder ist einer von ihnen krank oder arbeiten sie gegeneinander, dann kann das zum ungewollten Harnverlust führen.

Lange genug wurde dieses Problem tabuisiert und deswegen oftmals nicht behandelt. Dabei gibt es sehr aussichtsreiche Behandlungsmöglichkeiten.

Eine dieser Behandlungen würden wir Ihnen gerne zur Lösung Ihres Problems anbieten.

In diesem Fall handelt es sich um eine Möglichkeit der physikalischen Therapie:

Die Elektrostimulationstherapie

Dabei wird mit Hilfe von auf die Haut aufgebrachten Klebeelektroden eine elektrische Reizung der Beckenbodenmuskulatur, der Blasenmuskulatur und der Schließmuskeln vorgenommen und diese dabei trainiert und gekräftigt.

Der Zeitaufwand für diese Behandlung beträgt zehn Minuten pro Therapiesitzung, diese sollte mindestens drei mal pro Woche wiederholt werden. Sichtbare Erfolge können sich bereits nach der zehnten Behandlung einstellen.

In diesem Sinne möchten wir Sie einladen, diese Therapiemöglichkeit in Anspruch zu nehmen und damit Ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern!

Neben dem Stellenwert als Untersuchung bei bereits bestehenden Beschwerden, wie Stuhlunregelmäßigkeiten, Blutungen oder chronischen Darmerkrankungen, steht die Coloskopie immer mehr im Mittelpunkt bei der Krebsvorsorge.

Darmkrebs gehört zu den wenigen Krebserkrankungen, deren Entstehung man vermeiden kann.

Die Vorstufe von Darmkrebs ist bei den meisten Menschen ein Darmpolyp,  ein sogenanntes Adenom. Über 90 % aller Darmkrebserkrankungen entstehen durch Entartung dieser Polypen. Die wirksamste Vermeidung von Darmkrebs ist daher die Entfernung von Darmpolypen.

Wird nun ein solcher Darmpolyp im Rahmen einer Darmspiegelung entdeckt, kann er in den meisten Fällen sofort und schmerzfrei abgetragen werden.

Die Coloskopie gilt somit als »Goldstandard« in der Darmkrebsfrüherkennung, da sie Diagnose und Therapie in einem darstellt.

Ablauf der Untersuchung

Vor der Untersuchung muss der Dickdarm entleert werden, damit die Untersuchung nicht durch Stuhlreste behindert wird. Dafür muss am Vortag oder gelegentlich auch einige Stunden vor der Untersuchung ein starkes Abführmittel getrunken. Aufgrund der mitunter starken Kreislaufbelastung durch das Abführen besteht ab dem 60. Lebensjahr die Möglichkeit, die Darmvorbereitung im Krankenhaus stationär durchzuführen.

Inzwischen wird die Untersuchung sehr häufig unter einer Kurznarkose durchgeführt, sodass sie  für den Patienten schmerzfrei verläuft.

Diese Untersuchung erfolgt rektal ( also über den After) mittels eines speziellen Endoskopes, das unter anderem mit einer Lichtquelle und einer kleinen Optik ausgestattet ist. Die Bilder werden auf einen Bildschirm übertragen, über den sich die Darmschleimhaut sehr gut beurteilen lässt.
Während derselben Untersuchung ist die Entnahme von verdächtigem Gewebe oder Polypen möglich, die anschließend unter dem Mikroskop beurteilt werden.

Die Untersuchung dauert  normalerweise etwa 15 - 25 Minuten. Und nach einer kurzen Aufwachphase kann das Krankenhaus in der Regeln sofort wieder verlassen werden, wobei jedoch an diesen Tag aufgrund der Kurznarkose auf das Autofahren verzichtet werden sollte.

 

Die allgemeinen Empfehlungen lauten daher: eine Darmspiegelung für Männer und Frauen ab dem 50. Lebensjahr – alle sieben bis zehn Jahre;

Bei weiteren Fragen wird Ihnen unser Ärzteteam gerne weiterhelfen.

Erfolgreiche Ex-Raucher – das sind jene früheren Raucher, die seit mindestens einem Jahr abstinent sind. Fragt man sie, was sie zum Rauchstopp motiviert hat, dann sagen 85 Prozent, dass es schlicht und einfach ihr Wille gewesen wäre, nicht mehr zu rauchen. Fragt man genauer nach, stelle sich aber oft heraus, dass es darüber hinaus einen Anstoß gab. Einen Husten etwa, der aufgrund des Rauchens nicht und nicht ausgeheilt werden konnte, oder einen Arzt, der bei einer Routineuntersuchung sagte, dass „mit der Lunge etwas nicht stimmt.“ Andere häufige Gründe für den Raucherstoff: eine Schwangerschaft, die Einführung des Rauchverbots am Arbeitsplatz oder einfach der Wunsch, nicht mehr abhängig zu sein.

Aus welchen Motiven man das Rauchen auch sein lassen will – die Vorbereitung des Ausstiegs soll geplant sein. Aufhörwillige sollten sich zunächst drei Dinge vor Augen halten: Erstens, dass Entzugserscheinungen nur in der ersten Zeit auftreten und leicht beherrschbar sind, zweitens, dass man das Verlangen nach einer Zigarette nur in manchen Augenblicken spürt, die sich überbrücken lassen, drittens, dass es in Wahrheit lediglich um den „Knopf im Kopf“ geht. Und der, könne gut gelöst werden, wenn der Raucher wirklich den Willen hat aufzuhören.

Wie groß ist die Macht der Sucht?

Über Jahrhunderte galt Tabak als Genussmittel, das Rauchen schlimmstenfalls als schlechte Gewohnheit. In den 1950er Jahren begann man den Risikofaktor Rauchen zu erforschen, und heute zweifelt niemand mehr an den enormen gesundheitlichen Schäden, die der Tabakkonsum anrichtet. Erst in jüngster Zeit beschäftigen sich die Wissenschaftler mit dem Rauchen als Sucht. 
Und obwohl man dem Nikotin ein höheres Suchtpotenzial zuschreibt als Heroin oder Kokain, wird die Gefahr immer noch verharmlost. Im Gespräch mit MEDIZIN populär spricht Suchtforscherin Univ. Prof. Dr. Gabriele Fischer über die Macht der Sucht.

Vom Willen zum Weg

Wo dieser wirkliche Wille ist, wäre auch ein Weg. Und auf diesem Weg hätten sich drei Schritte bewährt.

Schritt eins:

Es wird nicht mehr nebenbei geraucht, also beim Autofahren, Telefonieren, Lesen oder Fernsehen, sondern nur noch bewusst.

Schritt zwei:

Es wird nur noch im Freien geraucht, parallel werden Alternativen zum Rauchen probiert wie Stricken, auf das Fahrradergometer steigen, ein Glas Wasser trinken.

Schritt drei:

Ein Aufhörtag wird festgelegt. Man nimmt sich vor, ab diesem Tag gar nicht mehr zu rauchen. Dieser dritte Schritt ist unerlässlich, weil es meist nicht durchgehalten wird, weniger zu rauchen, und weil das auch nicht für die Gesundheit bringt. Schon drei Zigaretten am Tag verdreifachen das Herzinfarkt- und Lungenkrebsrisiko.

Beratung erhöht Erfolgsquote

Nach Schätzungen der WHO sind die wenigsten Raucher dabei erfolgreich, nur mit der eigenen Willenskraft und im ersten Anlauf vom Rauchen loszukommen: Lediglich fünf Prozent schaffen das. Lassen sich die Betroffenen beraten, steigt die Erfolgsquote gemessen in Abstinenz nach einem Jahr auf bis zu 25 Prozent. Deswegen wird ermuntert z.B. am Rauchertelefon Hilfe zu suchen, oder bei einem Arzt, der sich auf Raucherentwöhnung spezialisiert hat. Wer Ziele eher in Gemeinschaft Gleichgesinnter erreicht, sei mit der Teilnahme an Gruppenseminaren gut beraten. Starken und extrem abhängigen Rauchern, die schon viele vergebliche Versuche des Aufhörens hinter sich haben, bieten sich schließlich stationäre Raucherentwöhnungen an.

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